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Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft 2011

(31.05.2011)

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung zum 114. Deutschen Ärztetag am 31. Mai erfolgte die Verleihung der Paracelsus-Medaille.

Mit der Paracelsus-Medaille werden jährlich auf Beschluss des Vorstands der Bundesärztekammer Ärztinnen und Ärzte ausgezeichnet, die sich durch erfolgreiche berufsständische Arbeit, vorbildliche ärztliche Haltung oder hervorragende wissenschaftliche Leistungen besondere Verdienste um das Ansehen der deutschen Ärzteschaft erworben haben.

Laudationes:

Die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft 2011 erhielten:

  • Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Heinz Angstwurm, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
    Die deutschen Ärztinnen und Ärzte ehren in Heinz Angstwurm einen Arzt, der sich in seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit sowie mit seinem ehrenamtlichen Engagement herausragende Verdienste erworben hat. Der Schwerpunkt seiner Arbeit war der Hirntod. Er ist Mitglied der „Ständigen Kommission Organtransplantation“ der Bundesärztekammer – und zwar bereits seit ihrer Gründung 1994. Er hat maßgeblich an den Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes mitgewirkt. Mit seinem Einsatz hat er zu einer Versachlichung der Diskussion über die Organspende beigetragen und somit zu einer höheren Akzeptanz der Transplantationsmedizin. Darüber hinaus baute er ab Mitte der siebziger Jahre an der Neurologischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Rufbereitschaft als Hilfe zur Hirntoddiagnostik auf. Heinz Angstwurm hat sich um die medizinische Versorgung der Bevölkerung, die Ärzteschaft und um das Gemeinwohl in hervorragender Weise verdient gemacht.
    Weitere Informationen zur Person und zum Wirken von Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Heinz Angstwurm entnehmen Sie der Homepage der Bundesärztekammer: Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Heinz AngstwurmExterner Link
  • Paracelsus-Medaille für Dr. med. Herbert Britz, Facharzt für Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin und Chirurgie
    Die deutschen Ärztinnen und Ärzte ehren in Herbert Britz einen Arzt, der sich in seiner ärztlichen Tätigkeit und mit seinem berufspolitischen Engagement herausragende Verdienste erworben hat. Er ist eine zentrale Figur der Berufs- und Standespolitik der Nachkriegszeit. Maßgeblich war er an der Gründung des Marburger Bundes beteiligt und wurde 1948 zum ersten Vorsitzender der Ärztegewerkschaft gewählt. Die Anliegen junger Krankenhausärzte, die damals unter unzumutbaren Bedingungen arbeiteten, hat er mit Nachdruck vertreten. Damit hat er die Weichen für eine eigenständige und tariffähige Interessenvertretung gestellt. Darüber hinaus engagierte er sich in Gremien der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Auch in der Kommunalpolitik war er viele Jahre als Mitglied des Kölner Stadtrates aktiv. Herbert Britz hat sich um die medizinische Versorgung der Bevölkerung, die Ärzteschaft und um das Gemeinwohl in hervorragender Weise verdient gemacht.
    Weitere Informationen zur Person und zum Wirken von Dr. med. Herbert Britz entnehmen Sie der Homepage der Bundesärztekammer: Dr. med. Herbert BritzExterner Link
  • Prof. Dr. med. Gisela Charlotte Fischer, Fachärztin für Allgemeinmedizin
    Die deutschen Ärztinnen und Ärzte ehren in Gisela Charlotte Fischer eine Ärztin, die sich in ihrer klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit sowie mit ihrem ehrenamtlichen Engagement herausragende Verdienste erworben hat. Sie ist eine der ersten Medizinerinnen in Deutschland mit einer C4-Professur. Außerdem zählt sie zu den ersten Lehrstuhlinhabern für das Fach Allgemeinmedizin. Vierzehn Jahre leitete sie die Abteilung an der Medizinischen Hochschule Hannover. Mit ihrer Arbeit hat sie wie kaum eine andere dazu beigetragen, die Allgemeinmedizin im akademischen Kontext aufzuwerten und zu stärken. Zudem gilt sie als Pionierin auf dem Gebiet der hausärztlich-geriatrischen Versorgung. Maßgebliche Impulse hat sie ebenfalls als Mitglied des „Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen“ gesetzt. Gisela Charlotte Fischer hat sich um die medizinische Versorgung der Bevölkerung, die Ärzteschaft und um das Gemeinwohl in hervorragender Weise verdient gemacht.
    Weitere Informationen zur Person und zum Wirken von Prof. Dr. med. Gisela Charlotte Fischer entnehmen Sie der Homepage der Bundesärztekammer: Prof. Dr. med. Gisela Charlotte FischerExterner Link
  • Prof. Dr. med. Ulrich Gottstein, Facharzt für Innere Medizin
    Die deutschen Ärztinnen und Ärzte ehren in Ulrich Gottstein einen Arzt, der sich in seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit sowie mit seinem politischen und sozialen Engagement herausragende Verdienste erworben hat. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz für Frieden und Versöhnung. Er ist Initiator und Gründungsmitglied der deutschen Sektion der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW). Für seine Überzeugungen ist er stets mutig eingetreten – obwohl er dafür belächelt oder sogar beschimpft wurde. Ärztliche Humanität ist für ihn kein theoretischer Begriff, sondern immer konkret. Das zeigt sein Einsatz für Menschen in Krisengebieten, aber auch sein Engagement für die Palliativmedizin. Vorbildlich ist außerdem sein langjähriges Wirken in der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. Ulrich Gottstein hat sich um die medizinische Versorgung der Bevölkerung, die Ärzteschaft und um das Gemeinwohl in hervorragender Weise verdient gemacht.
    Weitere Informationen zur Person und zum Wirken von Prof. Dr. med. Ulrich Gottstein entnehmen Sie der Homepage der Bundesärztekammer: Prof. Dr. med. Ulrich GottsteinExterner Link

(BÄK)